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Fun Fact

Apart from Stegreif

STEGREIF The Improvising Symphony Orchestra

WE PLAY BY HEART

Wir sind ein improvisierendes Sinfonieorchester aus genreübergreifenden Musiker*innen und eröffnen neue Zugänge zur klassischen Musik. Unsere Rekompositionen verbinden das musikalische Erbe mit zeitgenössischen Einflüssen und Improvisation. Wir spielen ohne Dirigent*in, ohne Noten, ohne Stühle – und nutzen diese Freiheit für Improvisation, Bewegung und unmittelbare Begegnung. Die Musiker*innen und das Publikum bewegen sich frei im Raum, die Grenzen zwischen Zuschauenden und Musizierenden werden durchlässig und alles wird zur Bühne. Musikalische Spontanität und performative Intensität bieten dem Publikum ein neuartiges, nahbares Konzerterlebnis. So entstehen intensive Konzerte – lebendig, spontan und gemeinsam gestaltet.

Bild: Navina Neuschl

KOLLEKTIVE ARBEITSWEISE

Stegreif steht auf und hinter der Bühne für eine kollektive Arbeitsweise, die hierarchische Orchesterstrukturen durch demokratische Prozesse ersetzt und neue Formen gemeinsamer Zusammenarbeit etabliert. Dabei begreifen wir uns als gesellschaftlich wirksames Orchester, das künstlerisches Schaffen mit nachhaltigem Handeln und einer klaren wertebasierten Haltung verbindet. Es ist uns ein Anliegen, neue Formen der (kollektiven) Zusammenarbeit zu erforschen.

Bild: Ludwig Nikulski

MUSIKVERMITTLUNG

Musik zu vermitteln und neue Zugänge zu schaffen, ist ein Kernanliegen von Stegreif. Diesen Ansatz verfolgen wir nicht nur in unseren Konzerten, sondern insbesondere auch in regelmäßigen Workshop- und Communityprojekten. In der gemeinsamen Arbeit mit Laien, Studierenden, Schulgruppen und verschiedenen Communities verfolgen wir dabei die Idee, dass Improvisation mehr als Musik ist. Improvisation ist für uns ein niedrigschwelliges Tool, künstlerische Erfahrung und Selbstwirksamkeit zu ermöglichen und dabei über sich selbst hinaus zu wachsen - ganz unabhängig von der musikalischen Vorerfahrung. Ein Schwerpunkt liegt ebenso in der Arbeit mit Nachwuchsmusiker*innen und Studierenden, bei der wir die Themen Konzertgestaltung und Improvisation in die Hochschulausbildung einbringen.

Bild: Helena Gladen

Das Orchester

Initiativbewerbungen

Lust mitzuspielen? Gerne nehmen wir auch Initiativbewerbungen von Musiker*innen entgegen. Meldet euch gerne per Mail bei uns unter info@stegreif.org und sendet uns neben eurem Motivationsschreiben bitte auch einige Hör- und Videobeispielen zu, damit wir einen Eindruck von eurer künstlerischen Tätigkeit bekommen können.

Unsere Geschichte

Stegreif zeigt neue Wege, wie ein zeitgenössisches Orchester heute aussehen kann. Die genreübergreifenden Musiker*innen verbinden Rekompositionen sinfonischer Musik mit Improvisation, spielen auswendig, ohne Dirigent*in und gewinnen so mehr Freiheit für Bewegung und Interaktion.

Seit der Gründung des Orchesters im Jahre 2015 wurde jedes Jahr mindestens ein neues Konzertprogramm erarbeitet: freebeethoven, freeschubert, freebrahms, freeEroica, bfree, freemahler, explore_mozart, explorefreischütz, improphonie, symphony of change, explore_händel, freebruckner, freesolo, feel:free und escape valse. Zudem wurden Koproduktionen u.a. mit der Neuköllner Oper (GIOVANNI. Eine Passion, MOON MUSIC, Neue Lieder von der Erde), dem PODIUM Esslingen, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und der jungen norddeutschen philharmonie (TRIKESTRA), den Berliner Festspielen (Down to Earth), dem Into The Open Festival oder dem Beethovenfest Bonn realisiert.

Stegreif spielte dabei Konzerte auf renommierten Bühnen wie der Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Brucknerhaus Linz, der Tonhalle Düsseldorf, dem Radialsystem Berlin, beim Lucerne Festival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem ION Nürnberg sowie bei der FUSION, dem Detect Classic Festival, dem Ancient Trance Festival, dem Oranjewoud Festival (NL), auf dem Holzmarkt oder im Exploratorium Berlin.

»Bei allen Rekompositionen steht die Improvisation im Zentrum, aber auch das Einbinden unterschiedlicher Musikstile von Jazz über Volkslied und arabischer Musik bis Techno ist ein wichtiger Bestandteil.«

Bei allen Kompositionen steht die Improvisation im Zentrum, aber auch das Einbinden unterschiedlicher Musikstile ist ein wichtiger Bestandteil. Neben den Komponist*innen des Ensembles wie Juri de Marco, Alistair Duncan, Julia Biłat, Franziska Aller, Tabea Schenk, Nina Kazourian, Sebastian Caspar oder Bertram Burkert, gab Stegreif Werke in Auftrag bei Uri Caine, Mike Conrad, Wolf Kerschek, Lisa Morgenstern, Ralph Heidel, John Hollenbeck, Maria Gstättner, Noam Sivan, Malte Schiller sowie Claas Krause. Außerdem arbeitete es mit den Regisseur*innen Tristan Braun, Gineke Pranger, Juan Cruz Diaz de Garaio Esnaola, Ulrike Schwab, Tino Sehgal, Sommer Ulrickson, David Fernández, Theresa von Halle und Ela Baumann sowie mit musikalischen Gästen Abel Selaocoe, Caroline Widmann, Nils Landgren, Markus Stockhausen, Thomas Klug und Rosanne Philippens zusammen.

Musikvermittlung

Daneben wurden strukturiert Musikvermittlungskonzepte aufgebaut. Das Orchester hat mehrfach mit Laien oder Jugendlichen gemeinsame Konzertprogramme entwickelt wie z.B. BE:community mit dem Konzerthaus Dortmund, oder Egmont an der KUG Graz, und gibt regelmäßig Workshops zu Orchesterimprovisation, zuletzt mit Partner wie Jugend Musiziert, dem Landesmusikrat Berlin, dem Staatstheater Augsburg, der HMTM München, der mdw Wien, der HfM Detmold oder der HfMT Hamburg. Die Arbeitsmethoden sind in dem Buch „Alles improvisiert?“ zusammengefasst, dass 2025 bei Schott Music erschienen ist.

Mit groß angelegten Workshopreihen erarbeitete das Orchester zudem Vermittlungsangebote mit sozial benachteiligten Communities. Darüber hinaus hatte Stegreif 2024 eine Residenz bei TONALi in Hamburg inne, in der es ein Programm mit Beteiligung von 200 Schüler*innen entwickelte.

Preise

Stegreif wurde bereits mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Startup-Music-Preis Berlin 2016, „D-Bü“ Wettbewerb 2017, Würth Preis 2018 der Stiftung Jeunesses Musicales, Fellowship im Programm #bebeethoven des PODIUM Festivals Esslingen 2018-2020, Europäische Trendmarke des Jahres 2019 beim 14. Europäischen Kulturmarken-Award, TONALi-Award „Mut zur Utopie“ 2023 sowie eine Nominierung zum OPUS Klassik 2025 in der Kategorie Innovatives Konzert.

Gefördert wurde Stegreif bisher u.a. gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Hauptstadtkulturfonds, die Karl Schlecht Stiftung, die AVENTIS foundation, die con moto foundation die Deutsche Orchester Stiftung, die Claussen Simon Stiftung oder die Zeit Stiftung Bucerius